Hinduismus
Der Hinduismus ist etwa 3500 Jahre alt (1500 v. Chr.) und somit die älteste Religion. Sie ist mit etwa 900 Millionen Anhängern die (nach Christentum und Islam) drittgrößte Religion der Welt. Die wichtigsten heiligen Schriften sind die Veden. Die Veden wurden urspünglich in Indien auf Samskrit geschrieben. Samskrit ist die älteste Sprache von Indien. Sie ist eine sogenannte "tote" Sprache wie Latein, aber immer noch eine heilige Sprache des Hindus.
 
Shiva, Vishnu und Brahma sind die Hauptgötter. Shiva ist der Gott der Fruchtbarkeit, Zerstörung und des Todes. Vishnu ist der Erhalter des Lebens, also der Beschützer. Brahma ist der Weltschöpfer. Hindus verehren einzelne Göttinnen und Götter bevorzugt. Fast für jeden Beziehung (Aspekt) ist ein anderer Gott oder Göttin zuständig. Es gibt auch die philosophische Einstellung, dass alle Götter verschiedene Erscheinungsformen oder Gesichter des einen Gottes sind.

Wichtig ist auch Schivas Frau Parvati. Sie wird auch Amma, Mutter, genannt. Im Herbst wird Navaratri gefeiert. Dies ist das Neuntagefest für drei Göttinnen. Die erste Göttin ist Parvati auch Thurkka genannt.Diese Göttin gibt Kraft und Gesundheit. Die zweite ist Lakschmi die Spenderin des materiellen Wohlhabens. Sie ist die Frau von Vishnu. Als dritte und letzte wird Sarasvati verehrt. Diese Göttin ist für Bildung, Kunst und Musik zuständig. Und sie ist die Frau von Brahma.

Ganesh ist der erste Sohn von Schiva und Parvati und er wird immer bei Anbetungen oder Verehrungen (Pooja) bevorzugt. Murugan ist der zweite Sohn. Er gilt als Überwinder von Tyrannen und ist deshalb für Tamilen sehr wichtig. Für ihn wird im November das Fest Suranpor gefeiert.

Der Freitag ist für Hindus ein besonderer Tag wie in Christentum der Sonntag. Besondere Feste: Thai Pongal (Sonnenfest Januar), Schivaratri (Schiva-Nacht Februar), Navaratri (Neuntage Fest), Dipawali (Lichtfest Oktober), Suranpor (Fest für Murugan).